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Wundmanagement im St. Johannes-Hospital

Auszüge aus dem Manual 2009 (Stand 2016), komplettes Manual siehe unten

In Deutschland leiden bis zu 5 Mio. Menschen an chronischen Wunden.

Unterschiedliche Behandlungsverfahren, mangelnde Absprachen zwischen Ärzten und Pflegekräften und eine Vielfalt an Produkten, Meinungen, Richtlinien und Standards erschweren oder verhindern einen kontinuierlichen Behandlungsweg für den Patienten.

Die Hospitalgesellschaft mit ihren verschiedenen Standorten begegnet dieser Situation durch den Einsatz einer Projektgruppe, die zukünftig eine einheitliche, rationale und ökonomische Vorgehensweise durch Erarbeitung eines "Wundhandbuchs" sicherstellt.

Die in diesem Handbuch erarbeiteten Standards, Richtlinien und Checklisten für die Wundbehandlung sind zukünftig verbindlich.

Zielsetzung des Manuals im Klinikum

Empfehlung zur primären Behandlung chronischer Wunden

Dieses Manual ist als Empfehlung im Sinne eines konsiliarischen Therapievorschlages zu verstehen und entbindet den behandelnden Arzt nicht von seiner Anordnungsverantwortung und das Pflegepersonal nicht von seiner Durchführungsverantwortung.

Alleine der behandelnde Arzt ist für die Behandlungsstrategien verantwortlich, wobei es ihm unbenommen bleibt, auf die Erfahrungskompetenz, insbesondere Pflegender, zurückzugreifen. Davon zu unterscheiden ist die Durchführungsverantwortung der den Verband anlegenden Person.

Die AG Wundexperten

Die Arbeitsgruppe Wundexperten hat folgende Aufgaben:

‘Die AG ist als beratende und unterstützende Instanz zu verstehen, die bei komplexen Wundversorgungsstrategien und Verbandspezialitäten sowohl den behandelnden Arzt als auch die Pflegenden mit Erfahrungs- und Durchführungskompetenz unterstützt, so dass langfristig die Behandlungskompetenz für komplexe Wunden im Stationsteam steigt.
Patienten, Angehörige und behandelnde Berufsgruppen werden abteilungsübergreifend durch Mitglieder der AG beraten. Hierdurch wird auch die Versorgungskontinuität im Bereich der Wundversorgung gesichert.

Die Wunddokumentation, Fotografie und Wundanamnese

Eine exakte Verlaufs- und Behandlungsdokumentation ist unabdingbar und juristisch vorgeschrieben. Sie erlaubt im Sinne einer Qualitätsevaluation die Überprüfung der Wirksamkeit und Effizienz von Behandlungsstrategie und ist Nachweis für eine qualifizierte Tätigkeit.

Die Dokumentation erfolgt mit einem standardisierten Instrument und beinhaltet auch die regelmäßige digitale fotographische Darstellung des Wundzustandes.

Das vollständige Wundmanual (Stand 2016)

Manual zur Wundbehandlung (Stand 03/2016) [PDF 1.572 KB]