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Geriatrische Leistungen

Alt werden möchten alle — alt "sein" hingegen niemand!

Das Alter bringt für die meisten Menschen Veränderungen in psychischer, körperlicher oder geistiger Form mit sich. Mit krankhaften Veränderungen des Alters befasst sich die medizinische Fachrichtung Geriatrie (Altersheilkunde).

Akutbehandlung und Rehabilitationsbehandlung

Müssen alte Menschen stationär betreut werden, sind Ärzte und Pflegekräfte ganz anders gefordert als bei jungen Menschen.

In der Abteilung für Geriatrie des St. Johannes-Hospitals, Varel werden Patienten im höheren Lebensalter behandelt. Der Fachbereich verfügt – nach erfolgtem Aufbau – zunächst über 20 Betten und bietet, in Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen der Klinik, das gesamte Spektrum medizinischer Diagnostik und Therapie an – einschließlich der Intensivtherapie.

Die Fachärzte, Therapeuten und das Pflegepersonal sind geschult im Umgang mit gerontologischen Erkrankungen und mit den psycho-sozialen Problemen, mit denen viele ältere Menschen zu kämpfen haben.

Eine möglichst frühzeitige, altersspezifische Behandlung und Rehabilitation ist bei der Behandlung der betagten Patienten eines der wichtigsten Ziele. Hierfür stehen speziell ausgebildete Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden sowie Sozialarbeiter dem Patienten zur Seite.

Demenzpatienten

Besondere Erfahrungen hat man in der Abteilung für Geriatrie des St. Johannes-Hospitals, Varel in der Behandlung von Patienten, die gleichzeitig an einer Demenz und an internistischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes, Bluthochdruck oder Angina pectoris u.a. leiden.

Hier finden Demenzpatienten die notwendige und würdevolle Pflege und Betreuung, die in ‚normalen’ Krankenhäusern häufig nicht geleistet werden kann.

Geriatrische Komplexbehandlung

Wenn alte Menschen ernsthaft erkranken oder auch gestürzt sind hat das oft eine erhebliche Minderung, wenn nicht sogar den völligen Verlust, der Selbständigkeit zur Folge.

Aus diesem Grunde bieten wir die sog. „geriatrische Komplexbehandlung“ im Rahmen der geriatrischen Früh-Rehabilitation an.

Hierbei steht dem betroffenen, alten Menschen wie auch den Angehörigen ein Geriatrisches Team zur Seite, das aus Ärzten, Therapeuten, Pflegepersonal, Sozialarbeitern und Seelsorgern besteht.

Ziel der geriatrischen Komplexbehandlung ist die weitestgehende Aktivierung der vorhandenen Reserven jedes einzelnen Patienten und damit das Erreichen bzw. die Wiedererlangung des größtmöglichen Grades der Selbständigkeit.
Eine frühzeitige Heimunterbringung kann hierdurch verhindert oder zumindest hinausgezögert werden.

Um dieses Ziel erreichen zu können müssen die einzelnen Fachgruppen der Klinik Hand in Hand – im sog. geriatrischen Team – arbeiten.

Das Geriatrische Team

Das geriatrische Team führt zu Anfang, und teilweise auch zum Ende des stationären Aufenthaltes Tests durch mit denen der geistige & körperliche Zustand des einzelnen Menschen vor und nach der Behandlung überprüft wird. Dies ist das geriatrische Assessment. Hierzu gehören Tests zur Abklärung einer Demenz (MMSE, SKT) oder einer Depression (GDS), Tests zur Überprüfung der Gangsicherheit (Tinetti) oder der Sicherheit im Bereich der Anwendungen des täglichen Lebens – ADL – (Bartel-Index) sowie Beurteilungen hinsichtlich der Gefahr eines Druckgeschwüres (Decubitus). Ergänzend werden das soziale Umfeld bzw. die Lebensumstände überprüft um die Versorgung nach dem Klinikaufenthalt unter Berücksichtigung des dann aktuellen Zustandes des Patienten organisieren zu können.

Täglich werden krankengymnastische und ergotherapeutische Behandlungen durchgeführt (im Einzelfall noch ergänzende Maßnahmen).

Ein Mal pro Woche treffen sich alle Teammitglieder um über jeden einzelnen Patienten und seine individuellen Fortschritte zu berichten und zu beraten. Hierbei werden dann evtl. neue Ziele und Maßnahmen beschlossen.

Was kommt nach der Behandlung?

Die Dauer der rehabilitativen Behandlung ist begrenzt! Daher muss rechtzeitig, mit IHNEN als Patient oder als Angehöriger über ggf. ergänzende Maßnahmen gesprochen werden.

Unser vorrangiges Ziel ist die Rückkehr des Patienten in die bisherige, gewohnte Umgebung. Wenn dieses Ziel nicht erreicht werden kann bestehen Möglichkeiten der Anschlussrehabilitation, der Kurzzeitpflege und / oder der ambulanten Rehabilitation, z.B. in einer sog. Tagesklinik.

Selbstverständlich werden die Angehörigen, unter Beachtung der Patientenrechte und insbesondere der Schweigepflicht, gerne umfassend informiert. Die Zusammenarbeit mit den Angehörigen ist einer der Grundpfeiler der Geriatrischen Arbeit.

Zusammen kann man oft einem alten Menschen umfassend helfen.
Jung und Alt und Miteinander!

 

aktualisiert am  02.02.2016nach oben

 

Patienten-Direkteinstieg

 

Fachbereich Geriatrie

Chefarzt Geriatrie

Peter Plettenberg
Facharzt für Innere Medizin
Schwerpunkt Alterskrankheiten (Geriatrie)
Telefon 0 44 51 / 920 – 2611

Oberärzte Geriatrie

  • Hans-Dieter Schwarck
    Telefon 0 44 51 / 920 – 2805
  • Alexander Ruschitschka
    Telefon 0 44 51 / 920 – 2457

Einige Denkanstöße entsprechend unseres Leitbildes

  • Demenz ist kein Tabu; sie ist menschlich.
  • Alles nimmt uns das Alter, sogar den Verstand.
  • Die Falten und Runzeln in der Hand eines alten Menschen sind die Blindenschriften in seinem Lebensbuch. Durch sanftes Darüberstreicheln können wir darin lesen.
  • Vergessen und Vergessenwerden!
    Wer lange lebt auf Erden,
    der hat wohl diese beiden
    zu lernen und zu leiden. (Storm)
  • Demenz ist nicht gleich dumm!!! Das Denken verändert sich nur.
  • Was der eine an Menschlichkeit verliert müssen wir hinzugewinnen. Nur so überlebt die Menschenwürde!
  • Der Anblick eines alten Menschen kann weh tun; wir sehen unser Gesicht von
    Morgen!

Mitgliedschaften in Berufsverbänden der Geriatrie

 

St. Johannes-Hospital
gemeinnützige GmbH

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26316 Varel

Telefon:0 44 51 / 920 – 0
Fax:0 44 51 / 920 – 2215


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